Die Spiele

Isthmische Geschichte

Die Isthmischen Spiele waren Teil der panhellenischen Wettkämpfe zu Ehren Poseidons. Im Frühling des ersten und dritten Jahres jeder Olympiade traten Athleten in Laufdisziplinen, Ring- und Boxkämpfen, Pankration und dem Pentathlon an. Austragungsort war ein heiliger Pinienhain nahe Korinth; mit Hippodrom, Stadion, Theater und Gymnasion.

Ihre Ursprünge sind in mehreren Mythen verankert: teils werden sie Poseidon, Palaimon oder Theseus zugeschrieben, teils Sisyphos, der sie seinem Neffen Melikertes widmete. Sieger erhielten zunächst Kränze aus Holunder-, später aus Pinienzweigen; in späterer Zeit wurden die Kränze teils auch aus getrocknetem Sellerie gefertigt. Palmzweige und öffentliche Ehrungen gehörten ebenfalls zu den Auszeichnungen.

Mit der Zeit rückten musische Wettbewerbe stärker in den Mittelpunkt. In der modernen Ausrichtung konzentrieren sich die Isthmischen Spiele daher auf musische Disziplinen; die Spiele finden in den geraden Jahren einer Olympiade statt. Eine organisatorische Verbindung zu den Olympischen Spielen besteht heute nicht.

11. Jh. v. Chr.

Bereits im 11. Jahrhundert v. Chr. befand sich am Isthmos ein Kultort des Poseidon, dem die Isthmischen Spiele gewidmet waren.

582 v. Chr.

Erste Austragung der Isthmischen Spiele im Jahr 582 v. Chr. (nach anderen Quellen: 580 v. Chr.) mit Schwerpunkt auf Pferdewettkämpfen – Poseidon war Schutzgott der Pferde.

5. Jh. v. Chr.

Musische Wettkämpfe kommen hinzu und der Siegeskranz wechselt von Kieferzweigen zu getrocknetem Sellerie.

146 v. Chr.

Korinth organisiert bis zur Zerstörung der Stadt durch die Römer 146 v. Chr. die Spiele. Daraufhin werden die Isthmischen Spiele nach Sikyon verlegt.

40 v. Chr.

Korinth übernimmt wieder die Leitung der Spiele.

ca. 40 n. Chr.

Die Spiele kehren an den Isthmos zurück.

1. Jh. n. Chr.

Einführung eigener Isthmischer Wettkämpfe für Mädchen.

4. Jh. n. Chr.

Die Isthmischen Spiele bestanden wohl bis ins späte 4. Jahrhundert. Die Gründe für ihr Ende sind unbekannt. Obwohl der kaiserliche Druck auf heidnische Rituale zunahm, blieben in Korinth einzelne polytheistische Praktiken noch bis ins 6. Jahrhundert erhalten.

2024

Die ersten Isthmischen Spiele der Neuzeit finden in Innsbruck statt. Der seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. einsetzenden Entwicklung folgend, sind die Veranstaltungen ausschließlich musikalischer und literarischer Natur.

2026

Die Spiele der zweiten Isthmiade der Neuzeit finden statt.

Geschichte mitgestalten

Im Gegensatz zu den Olympischen Spielen der Neuzeit, die alle vier Jahre an wechselnden Austragungsorten stattfinden, werden die Isthmischen Spiele der Neuzeit alle zwei Jahre an den gleichen Standorten durchgeführt.

Ergänzend zum Event in Innsbruck sind eigenständige Veranstaltungen an weiteren internationalen Standorten vorgesehen. Diese sollen lokal organisiert werden, unter Beibehaltung des übergeordneten Rahmens der Isthmischen Spiele.

Für die Durchführung der Veranstaltungen außerhalb Österreichs sucht das Projektteam Partner und Organisationen, die bereit sind, die Isthmischen Spiele an ihren jeweiligen Standorten umzusetzen und so die globale Ausrichtung des Projekts zu unterstützen.

Anfragen